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01.09.2017

Pauschalvergütung für digitale Semesterapparate verlängert

Nach langen Diskussionen konnten die Kultusministerkonferenz (KMK) und die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) eine Einigung über die pauschale Vergütung für die Nutzung von Schriftwerken in digitalen Semesterapparaten der Hochschulen nach § 52a des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) für den Zeitraum 1. Januar 2017 bis 28. Februar 2018 erzielen. Zum 1. März 2018 tritt dann das neue Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz in Kraft.
 
Dies bedeutet, dass sich für die Lehre bis zum 28. Februar 2018 nichts verändert.
 
„Rückblick"

 

"Aktueller Stand bis 28. Februar 2018"

Bis dahin finden Sie hier in einer kleinen Übersicht, welche Materialien, unter welchen Voraussetzungen in der Hochschule elektronisch zur Verfügung gestellt werden dürfen. Die Vergütung mit den Vergütungsgesellschaften erfolgt pauschal:


Freinutzbar &
eigene Inhalte
Lizenz liegt vor​ Nutzung nach § 52a​ Nicht nutzbar​
​Kleine Auszüge im Rahmen des Zitatrechts
 
eigene Skripte und Materialien
 
Creative Commons
 
Werke von Autoren, die >70 Jahre tot sind
 
Open-Access-Materialien
 
Public Domain
​Materialien mit National-Lizenzen
 
Individuelle Erlaubnis des Rechte-Inhabers
 
Materialien mit Campus-Lizenzen
 
Skripte von Kollegen (mit individueller Erlaubnis)
​≤12% eines Werkes (<100 Seiten)
 
auch ausländische Publi­kationen
 
Sprachwerke geringen Umfangs
 
Artikel aus Zeitschriften/Zeitungen
 
 ≤ 5 Min. Musikstücke
 
≤ 5 Min. Kinofilme (älter als 2 Jahre)
 
Abbildungen (auch Fotos)
 
6 Seiten Noten-editionen¹
​>100 Seiten eines Werkes
 
>12 % eines Werkes
 
>5 Min. Musikstücke
 
>5 Min. Kinofilme
 
>6 Seiten Noteneditionen

Nach Anne Furhmann-Siekmeyer. Welche Materialien dürfen in der Hochschullehre elektronisch zur Verfügung gestellt werden? Universität Osnabrück, 2014.


"​Ausblick"

Das neue Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG) wird am 1. März 2018 in Kraft treten. Es reformiert insbesondere die Regelungen zur Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke für Bildung und Forschung (Schrankenregelungen). Außerdem soll das Gesetz den Anforderungen der Wissenschaft im digitalen Zeitalter besser gerecht werden, eine bessere Übersichtlichkeit gewährleisten und unbestimmte Rechtsbegriffe klären.

Die Hochschule wird in geeigneter Form rechtzeitig über die veränderten Inhalte des neuen Gesetzes informieren.

Für Rückfragen wenden Sie sich an: