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Hochschulbibliothek / Spotlight, Kurzinfo
21/05/2019

Herausforderung gemeistert

​FSJ Kultur in der Hochschulbibliothek


FSJ in einer Hochschule: Wie passt das zusammen?

Die ersten Assoziationen, die man mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) verbindet, sind meist typische Bereiche wie Pflege, Krankenhaus oder Schule. Doch auch in kulturellen Einrichtungen, beispielsweise Theatern, Museen oder auch Bibliotheken können junge Menschen sich für ein Jahr lang einbringen, engagieren und einen ersten Einblick in das Berufsleben erhalten. Wir als Hochschulbibliothek haben uns genau aus dieser Intention heraus gemeinsam mit dem Erinnerungsort Alter Schlachthof im vergangenen Jahr dazu entschlossen ein Freiwilliges Soziales Jahr im Bereich Kultur und Bildung anzubieten. Damit haben wir uns vor eine ganz neue Herausforderung gestellt. Das erste Jahr als Einsatzstelle voller neuer Eindrücke, Erfahrungen aber auch Arbeitsabläufen ist fast wieder vorbei, doch bis dahin war es ein sehr spannender Weg.


Rückblick: Anerkennung als Einsatzstelle für das FSJ Kultur

Um einen Platz im Rahmen des FSJ Kulturs anzubieten, war es zunächst notwendig sich formal als Einsatzstelle bei dem entsprechenden Träger (Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit Bildung Kultur NRW e.V.) zu bewerben. Als im März 2018 für uns die Zusage erfolgte, wurde es aufregend. Mit dem FSJ Kultur galt es nun nicht nur neue Arbeitsabläufe und einen ganz neuen Arbeitsplatz zu integrieren, sondern auch sich in einen ganz anderen Bereich einzuarbeiten. Die größte Herausforderung stellte dabei das Bewerbungsverfahren dar, da es sich um kein klassisches Bewerbungsverfahren handelt, sondern ein ganz eigenes, sehr dynamisches Verfahren ist. Insgesamt konnten wir aber aus den neuen Erfahrungen lernen und gestärkt in die geplanten Kennenlerngespräche gehen, die im Juni 2018 durchgeführt wurden. Ohne zu wissen, wie gut die Gespräche angenommen werden würden, waren wir aufgrund der Resonanz und auch dem vielseitigen Interesse an uns als Einsatzstelle positiv überrascht und konnten insgesamt 6 Kennenlerngespräche durchführen. Nach den durchgeführten Gesprächen stand dann fest: Wir haben unsere erste FSJlerin gefunden: Frau Neuhausen wird uns als erste FSJlerin von September 2018 bis August 2019 unterstützen.

Doch nicht nur die Kennenlerngespräche waren neu für uns. Auch das typische Vokabular musste „erneuert“ werden. So heißt es zum Beispiel nicht „Vorstellungsgespräch“ sondern „Kennenlerngespräch“ und als Betreuerin der FSJler wurde man zur „Mentorin“. So fühlte sich das gesamte Verfahren für uns oft wie ein noch unbekanntes Experiment an, von dem man immer nur den nächsten Schritt erfuhr.


Erfahrungen: Wie war das erste FSJ?

Vor Beginn des FSJs im September gab es zwar noch viele offene Fragen, von anderen Einsatzstellen hatten wir aber auch schon viele positive Erfahrungen berichtet bekommen.

Für den, bzw. die Freiwillige dient das FSJ insbesondere zur Orientierung und die Chance sich zu engagieren, einzubringen und sich einen ersten Einblick ins Berufsleben zu verschaffen. Gerade eine Einsatzstelle wie unsere, die sich in zwei Bereiche aufgliedert, bietet dabei viele interessante Möglichkeiten. Darüber hinaus ist die Hochschule ein guter Ausgangspunkt zur weiteren Orientierung. Doch wovon profitiert eigentlich die Einsatzstelle bei dem Angebot eines FSJs? Mit dem Input eines jungen engagierten Menschen erhält die Einsatzstelle die Möglichkeit frischen Wind in das eigene Team zu bringen, aber nach den ersten Monaten Einarbeitung auch eine tolle und zuverlässige Unterstützung. Die Orientierung durch verschiedene Arbeitsbereiche zu begleiten, bietet nicht nur die Option Feedback und einen neuen Blickwinkel auf eigene Arbeitsbereiche zu erhalten, für uns war es auch die Möglichkeit zu beobachten, wie jemand ganz „berufsfremdes“ unsere Bibliothekswelt wahrnimmt und sich darin zurechtfindet. Nach 9 Monaten im ersten FSJ können wir jedoch ein positives Fazit ziehen.


Ausblick: Wie geht es weiter?

Insgesamt hat uns diese Erfahrung bestärkt das FSJ weiterhin anzubieten. Somit stecken wir schon mitten im nächsten Bewerbungsverfahren für den Jahrgang 2019/20. Auch dieser Jahrgang stellte uns vor Herausforderungen, beispielsweise eine ganz neue Bewerbungsplattform. Dennoch gehen wir mit einem guten Gefühl in eine neue Runde, da wir im ersten Jahr viele Erfahrungen sammeln konnten, von denen wir nun profitieren können. Anfang Juni wird voraussichtlich feststehen, wer Frau Neuhausens Nachfolge antritt und uns ab September 2019 für ein Jahr begleiten wird. Wir freuen uns bereits auf ein neues spannendes Jahr und viele weitere Erfahrungen.

Weiterführende Informationen und Ansprechpartnerinnen: