Anlässlich der Woche der Meinungsfreiheit wird vom 4. Mai bis zum 31. Mai 2026 die Ausstellung "The Beauty and the Beast" mit fotografischen Arbeiten von Prof.in Mareike Foecking aus dem Lehrgebiet Fotografie des Fachbereichs Design in der Hochschulbibliothek zu sehen sein.
Die Eröffnung findet am Montag, 4. Mai 2026 um 13 Uhr in der Hochschulbibliothek statt.
In den verschiedenen Abwandlungen, Neuinterpretationen und Filmadaptionen des Märchens „Die Schöne und das Biest“ gibt es diverse Bilder und Metaphern, die poetisch Zugänge zu Fragen nach der Bedeutung von Wissen, subjektiv erlebter Realität und der Wahrnehmung eröffnen:
Die Bedeutung von Wissen, traditionelle Frauenrollen als Begrenzung von Handlungsmöglichkeiten, Erinnerung, die gelöscht und wiedererlangt wird, das Unbekannte als Bedrohung und das Schöne als akzeptable Norm, der unverstellte Blick auf die Welt oder durch ein Medium und die Selbstbetrachtung, Verbindung und Liebe. Viele der Themen, die angesprochen werden, werden heute im Kontext mit Technologie neu positioniert.
Sind die Entwicklung, die Möglichkeiten und die Versprechen der sich rasant weiter entwickelnden KI’s The Beauty oder The Beast, müssen wir sie lieben, hinterfragen, uns mit ihr verbinden oder uns selbst mit ihr im Spiegel betrachten?
Mit den leicht zugänglichen KI-Text- und Bildgeneratoren stellen sich neue Fragen nach Wahrheit und Realität, Abbild und Selbstbild, der Deutungshoheit über und der Bedeutung von Wissen, aber auch nach Liebe, Schönheit und Stil.
Die Ausstellung besteht aus verschiedenen Serien, die in künstlerischen Arbeiten forschend, und auch poetisch, Bilder für diese Fragen entwickelt haben und dadurch einige der Methoden der KI-Bildgenerierung sichtbar machen.
Zeigen die Bilder das, was der Text sagt?
Was passiert, wenn Worte verschwinden - verschwinden dann auch die Bilder, und wenn die Bilder verschwinden, wie ändern sich dann die Bedingungen, welche die Bilder und Worte beschrieben haben? Kann man ein Buch anhand seines Covers beurteilen oder wie verändert sich vielleicht auch der Inhalt, wenn sich die Buchcover verändern? Sind akademisch kontextualisierte KI-Texte automatisch glaubwürdig oder bilden sie scheinbare Aussagen ab, die aber eigentlich generisch sind und wie Phrasen funktionieren? Und ist es möglich, anhand von KI generierter Bilder, die eine Ahnung davon zulassen, wie die Maschinen funktionieren, auch auf den Umgang der Maschinen mit Worten und Texten zu schließen?
Die Ausstellung lädt die Betrachter*innen ein, sich diese Fragen gemeinsam zu stellen und zu besprechen.